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Diese Seite hat sich zum Ziel gesetzt, die philosophischen Aspekte zu beleuchten, die Papst Benedikt XVI. in seinen Reden zum Ausdruck gebracht hat, insbesondere in der Regensburger Rede vom 12. September 2006 – eben an der Universität Regensburg – sowie in seiner Ansprache vor dem Deutschen Bundestag am 22. September 2011.

In beiden Reden wendet sich Benedikt in geradezu symbolhafter Weise an Institutionen, die für unsere moderne, freiheitliche-demokratische Gesellschaft konstitutiv sind: Einmal an die Vertreter der Wissenschaft, um das Verhältnis von Wissenschaft und Glaube aufzuwerfen und die Frage des richtigen Vernunftbegriffs zu stellen, und fünf Jahre später an die gewählten Volksvertreter, um sie an die Grundlagen ihrer politischen Entscheidungsfindung zu erinnern. Beide Male geht es um die grundsätzliche Frage, ob Wissenschaft und Politik ohne transzendente Bezüge auskommen oder ob es eine größere „Weite der Vernunft“ dafür braucht.

 

Es ist geradezu ein historischer Glücksfall, dass mit Benedikt XVI. ein philosophischer Gelehrter zum Papst berufen wurde, der sich so den Grundfragen der Moderne stellen konnte, und es ist umso erfreulicher für alle Interessierten aus dem deutschen Sprachraum, dass er seine Ausführungen in der gemeinsamen Muttersprache verbreitet hat. So kann das Wort des Pontifex Philosophicus ganz unmittelbar selbst seine Wirkung und Bedeutung entfalten.

 

Zum zehnten Jahrestag der Regensburger Rede ist diese hier dokumentiert und in einführender Weise dargestellt worden. Die Bundestagsrede wird noch 2019 hinzugefügt. Für eine eingehende Würdigung der Rede und ihrer Rezeption sei ein Blick auf die weiterführende Literatur empfohlen. Eine zusammenfassende Betrachtung unter Einbeziehung sämtlicher Quellen und Reaktionen ist derzeit in Arbeit. Eine Einordnung der Reden Benedikts und seines Appells ist jedoch bereits erhältlich, ebenso eine Ausgabe der editierten Reden (mit einführenden Ergänzungen und Hinweisen). Nähere Informationen finden sie [hier].

 

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